In der Export-Motorradbranche darf man Preis-Leistung nicht einfach mit einem niedrigen Preis gleichsetzen. Händler von Offroad-Motorrädern im Ausland achten bei der Lieferantenauswahl vor allem auf drei Kriterien: Fahrleistung des kompletten Motorrads, Ersatzteilversorgung im After-Sales-Bereich und Kosten für ODM-Anpassungen. Ein Modell mag günstig sein, doch wenn die Leistung instabil ist und Ersatzteile nicht nachgeliefert werden, gerät der Händler auf seinem lokalen Markt in eine schwierige Lage. Er erwartet, dass die Modelle zu den lokalen Straßenverhältnissen passen, dass Ersatzteile kontinuierlich verfügbar sind und dass das Budget für kundenspezifische Entwicklungsprojekte kontrollierbar bleibt.

TAIMUMOTO ist eine lokale Offroad-Motorradmarke aus Dazu, Chongqing. Gestützt auf die regionale Zulieferindustrie entwickelt das Unternehmen eigene Verbrennungs- und Elektro-Offroad-Modelle und übernimmt ODM-Anpassungsaufträge von B2B-Händlern im Ausland. Die Marke setzt die S300R bei Extremveranstaltungen wie der Red Bull Hard Enduro in Rumänien zum Praxistest ein, optimiert die Fahrzeuge anhand der auf der Strecke sichtbar gewordenen Probleme und steigert so kontinuierlich die Zuverlässigkeit; zugleich baut sie ein Ersatzteilversorgungssystem auf, um den After-Sales-Bedarf im Ausland abzudecken.
Im neuen Exportumfeld darf man beim Auslandsgeschäft nicht ausschließlich auf Preiswettbewerb setzen. Nur wenn Produktleistung, After-Sales-Versorgung und Anpassungskosten gleichermaßen berücksichtigt werden, lassen sich langfristige Aufträge im Ausland gewinnen. Wahre Preis-Leistung im Export zeigt sich darin, dass der Händler sein lokales Geschäft stabil führen kann.
